Alte Apfelsorten auf der Olma

Die Olma, ursprünglich Ostschweizer Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung ist heute die Schweizerische Messe für Land- und Milchwirtschaft in St. Gallen. Mitsamt ihrem kinderfreundlichen Programm gestaltet sie sich sehr lebendig und bringt den Menschen die Landwirtschaft näher.

In der Halle zur Ernährung unterhielt ich mich lange mit einem Obstbauern aus Goldach. Er lässt alte Sorten wieder aufleben und arbeitet mit dem Bayrischen Obstzentrum in Halbergmoos zusammen. Die Sortenvielfalt ist sein Thema.

Auf meinem Besuch im Agrarmuseum Burgrain wurde dieses Anliegen ebenfalls thematisiert. Denn nur noch wenige Obstsorten schaffen es in den Handel.

Mein Besuch auf der Olma war für mich eine Anregung, um mehr Reisen in die Bodenseeregion zu entwickeln. Denn dort findet sich ein reiches Obstvorkommen. In den Hallen der Olma sprachen wir ferner über Reiseideen rund um das Obst und Gemüse.

Von Freiwilligen, die bei der Ernte helfen, ist der Obstbauer aus Goldau, mein Gesprächspartner wenig überzeugt. Dafür bräuchte es Profis mit beträchtlichem Knowhow und Geschick. Auch bezüglich Arbeitsschutz wäre so etwas zu schwierig. Jedoch lediglich ein bisschen zu pflücken, um ein Apfelmus hinzubekommen, das würde den Menschen bestimmt gefallen. Übereinstimmung bestand hingegen in der Absicht dem Konsumenten mehr über Äpfel zu berichten.

Frisches Obst aus der Schweiz

Obst sind Früchte von Bäumen und Sträuchern. Im Alltag besteht die Abgrenzung zu Nüssen nur unscharf, wie etwa von Erdbeeren oder manchen Gemüsesorten.

In der Schweiz wachsen folgende Obstarten.

  • Äpfel
  • Birnen
  • Kirschen
  • Kiwis
  • Zwetschgen
  • Aprikosen
  • Pfirsich
  • Beeren
  • Trauben

Nur von Äpfeln, Birnen, Aprikosen und Kirschen genügt die Produktion Großteils für den inländischen Verbrauch, und davon diesem Teil wird exportiert. Beträchtlich viel anderes Obst muss importiert werden. Manches davon wächst nicht einmal in der Schweiz, wie beispielsweise;

  • Bananen
  • Orangen
  • Mandarinen
  • Zitronen
  • Grapfruit
  • Ananas
  • Mango

Obst wird zu Säften und Marmelade verarbeitet, oder Joghurt und andere Milchprodukte werden mit Obst angereichert. Obst gehört zu einer gesunden Ernährung und ist das ganze Jahr hindurch erhältlich.

Vom landwirtschaftlichen Informationsdienst kann ein Poster mit Arbeitsblättern bezogen werden, die in der Reihe «so produzieren die Schweizer Bauern» erschienen sind.

LID Landwirtschaftlicher Informationsdienst
Weststr. 10
CH-3006 Bern

+41 31 359 59 77
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lid.ch

Was kann der Baum gegen Schädlinge tun?

Humorvoll unterhielt ich mich mit einer Nachbarin und ihren Zwetschgenbaum. Der wirft zu wenig Früchte ab, sogar mit viel zu vielen Würmern, und die paar Zwetschgen isst sie selbst. Gegen Würmer will sie nicht spritzen, sie ist ja keine Obstbäuerin, sondern erfreut sich erst einmal am Baum.

Spaßeshalber bemerkte ich, sie könnte ja ihren Baum bitten das Ungeziefer rauszuschmeißen, denn die hätten keinen Mietvertrag.
Da sind wir jetzt bei der Frage: «Wie könnte sich der Baum selber helfen? Wie sehen die Kreisläufe in der Natur so aus, woraus angestoßen werden könnte, Würmer weitgehendst von Obst abzubringen?»

Einem Obstbauern obliegt alles zu tun, um die Ernte zu sichern, und schon greift er zu Pestiziden. Welche Folgen Pestizide nach sich tragen, wissen wir; eben, wissen wir es nicht. Hierfür sind freilich langfristig eher biologische Lösungen besser. Dazu sollten wir unseren Überlegungen nachgehen und das daraus entstandene Wissen verbreiten. «Was kann der Baum gegen Schädlinge tun?» Sicherlich finden sich gute Tipps, damit viel weniger Früchte wurmstichig werden.