Thurgau: Ein Roadtrip durch das Meer aus Apfelblüten

Der Thurgau ist der Apfelkanton  der Schweiz und wird liebevoll als Mostindien bezeichnet. Mit über 200.000 Hochstamm-Apfelbäumen verwandelt sich die Region besonders im Frühjahr in ein weiss-rosa Blütenmeer, das hier liebevoll „Bluescht“ genannt wird.

Dieses Naturspektakel findet  zwischen Mitte April und Anfang Mai statt. Da sich die Natur nicht an Terminkalender hält, gibt es dafür das „Bluescht-Telefon“: Unter der Nummer
+41 71 414 11 44 verrät „Madame Bluescht“ höchstpersönlich, wo die Bäume gerade am schönsten blühen.

Besonderes Augenmerk verdient das Apfeldorf Altnau. Hier führen die drei Apfelwege (Lisi, Emma und Fredi) durch weitläufige Plantagen. Sie sind ideal für Familien und bieten immer wieder diesen einen, Postkarten-tauglichen Blick auf den glitzernden Bodensee.


Für Geniesser: Wo der Apfel flüssig wird

Wer im Thurgau ist, kommt an den Mostereien nicht vorbei. Hier wird noch das Handwerk zelebriert. Zur Mosterei Möhl und dessen Museum haben wir einen Beitrag verfasst: 

Hier noch ein paar Dorfmostereien & Erlebnishöfe

Diese Betriebe bilden das Herz der Region. Hierhin überbringen die Bauern ihre Wagenladungen. Oft darf man sogar einen Blick in deren Produktionen werfen:

  • Mosterei Bussinger, Hüttwilen: Ein sehr traditionsreicher Betrieb im Seebachtal. Sie ist für ihren sortenreinen Apfelsaft bekannt. Hier kann man eigenes Obst abgeben und oft direkt beim Pressen zusehen.
  • Mosterei Billwiller, Neukirch an der Thur: Ein kleinerer Familienbetrieb, der sehr nahbar ist. Ein Gewinn für jene, die wissen möchten, aus welchem der Gärten der Saft im Glas genau hervorgeht.
  • Mosterei Oswald, Steinlibach (Amriswil): Hier wird noch mit viel Herzblut gemostet. Sie bieten oft auch Abfüllungen in Glasflaschen an, was auf Nostalgiker toll wirkt.

Erlebnishöfe sind darauf spezialisiert, Besuchern das Handwerk zu zeigen; selbst Hand anzulegen, ist dabei regelrecht erwünscht:

  • Feierlenhof, Altnau: Familie Müller stellt eine Institution dar. Hier kann man sogar noch mehr als im Schlaf-Fass zu übernachten. Während der Erntezeit darf man auch beim Mosten helfen oder zumindest den ganz frischen „Süssen“ direkt ab Presse probieren.
  • Obsthof Sunnehof, Immewies (Amlikon-Bissegg): Ein Vorzeigebetrieb im Bereich der modernen Obstverarbeitung. Er bietet oft Führungen an, im Rahmen derer man den «Weg vom Baum in die Flasche» hautnah erlebt.

Der Thurgau wartet mit vielen Gemeindepressen auf, die im September und Oktober nur für wenige Wochen in Betrieb sind. Diese werden in der Regel  von lokalen Vereinen betrieben.  


Aktiv-Tipp: Die „sanfte“ Alternative zum Bodenseeradweg

Der Bodenseeradweg ist legendär, aber oft auch sehr belebt. Wer die Stille der Natur und die Weite von Obstgärten sucht, sollte ins Hinterland ausweichen. Die Tour de Thurgau führt vom Seeufer direkt durch die sanften Hügel des Hinterlands. Hier tauschen Reisende das flache Ufer gegen wenige Höhenmeter ein und werden im Gegenzug mit einem spektakulären Panorama belohnt: Auf der einen Seite der Bodensee, auf der anderen die Alpenkette.

Velo-Tipp: Die Strecke von Romanshorn nach Altnau führt auch abseits des Hauptweges durch die Obsthaine; einfach traumhaft.


Was wurde aus dem Apfelexpress?

Einst fungierte der „Apfelexpress“ als nostalgischer Touristenzug und galt als weithin bekanntes Markenzeichen. Von seiner ursprünglichen Form als regelmäßiger Erlebniszug hat er sich heute verabschiedet. Ich habe ihn aber einmal erleben können und auch dazu recherchiert. 

Die gute Nachricht: Der Geist lebt weiter! Heute übernehmen oft Traktor-Planwagenfahrten (z.B. ab dem Feierlenhof in Altnau) diese Rolle.

Überdies locken thematische Extrafahrten der Thurbo-Bahn oder der Bodensee-Schifffahrt während der Erntezeit, die das „Apfelexpress-Feeling“ mit modernem Komfort verbinden.

Als wunderbares Reiseziel beschenkt der Thurgau ausgiebig Obstfreunde. Schauen Sie sich doch nebenbei unbedingt in den Hofläden um, um sich mit feinen Äpfel und Birnen einzudecken. 

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Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte und weiterführenden Informationen.

Tomaten – eine wunderbare Frucht zum Anbau

In China gilt die Tomate als Obst, deswegen dieser Beitrag auf Obstreisen. Wussten Sie, dass es auf unserer Welt circa. 10.000 Sorten Tomaten gibt?

Alleine 4.000 Arten erwähnt das offizielle Sortenverzeichnis.

Eine besondere Tomate ist beispielsweise die Sorte «Vesuvio«. Diese ausdrucksstarke Frucht wird sehr lange Zeit gekocht, um sie zu genießbarem Sugo, einer besonders sämigen Sauce, zu verarbeiten. Wunderbar lässt sich das Ergebnis durch erstklassigen Geschmack präsentieren. “Vesuvio” eignet sich auch als Lagertomate.

Hier Beispiele von vier Bio-Gemüsegenossenschaften südlich von Heraklion, auf Kreta in Griechenland, welche geschmackvolle Tomaten produzieren. Sie sind daher eine Bereicherung eines Urlaubs auf Kreta.

Tomaten und die Slow Food Bewegung

Zur Tomate und weiteren Erzeugnissen der Slow Food Bewegung wartet hier in Stuttgart eine Messe auf:
Messe des guten Geschmacks 🍃

Auf die Chemiekeule dürfen viele Landwirte verzichten. Die südliche Sonne Europas lässt die Temperatur in Gewächshäusern auf 70 Grad steigen. Das tötet alle Keime, Schädlinge und Bakterien im Boden. Eine Mehltau- und Spinnmilben-Vermeidung erfolgt durch Belüftung und Vermeidung von hoher Luftfeuchtigkeit. Die Schlupfwespe kümmert sich um Insektenschädlinge. Die Bestäubung der Tomaten in den Gewächshäusern erfolgt durch gekaufte Bienen, die mit einer bestimmten Zuckerlösung genährt werden müssen. Denn die Tomatenblüte selbst liefert den Bienen leider keine verwertbare Nahrung.

Wer sich für die Landwirtschaft interessiert, findet viele Anregungen auf unserer Webseite Agroreisen;
zur Webseite von Agroreisen.

Samen von Tomaten können sehr wertvoll sein!

Ein Kilogramm Samen der Riesling Tomate «Velanidi» kostet 300.000 Euro. Die «Sorte der Landwirte» auch namens «Anatoli» schmeckt direkt nach der Ernte für noch 72 Stunden nach einem mineralischen Riesling, dies durch ihre Säure. Danach lässt dieser Geschmack nach, ein milderer und doch ausdrucksvoller Geschmack bleibt.

Die Tomate Anatoli ist kein Hybrid. Sie können die Samen aus deren Früchte entnehmen und neue Pflanzen ziehen. Die Keimzeit beträgt bei Tomaten mindestens zehn Tage, bei der «Velanidi» sind es nur fünf Tage.

Mogelpackungen

Die stärksten Konkurrenten des europäischen Agrarmarktes sind Asien und Afrika. Diese erzeugen bei Billiglöhnen und extremem Chemieeinsatz viel günstiger als die europäischen Landwirte. Das schadet natürlich dem Geschmack und der Gesundheit, aber die Optik wird dadurch wesentlich aufgepeppt. Leider aber fördert dies auch den Verkauf. Als Verbraucher ist es daher sinnvoll, auf die Herkunft von Lebensmitteln zu achten.

Auch manche spanische Lieferanten beziehen neben dem eigen Anbau Produkte aus Afrika. Dies muss in Europa nicht deklariert werden.

So umgehen Erzeuger leicht die europäisch strengen Bestimmungen zugunsten der Anwendung von Pestiziden und Fungiziden.

Doch zurück zu Tomatenreisen. Überall in Europa finden Tomatenfestivals statt.

Tomatenfestivals in Europa

In Spanien;
Tomatenschlacht in der Region Valencia

In Italien;
in Puglia wird ebenfalls die Tomate gefeiert.

In Deutschland
Jeden August lädt die Gärtnerei Mestlin zum Gartenfestival ein.

Auf einer Reise sollte der Kunde gern zum Markt gehen, um sich frisches Obst zu kaufen. Tomaten schmecken immer, und es gibt sie überall. Ob eine erfrischende Tomate, eine Tomate von noch unbekannter Sorte, eine ganz neuartige, exotisch-fruchtig schmeckende Tomate oder eine würzig schmeckende Tomate – Tomaten sind eine großartige Bereicherung jeder Reise. Es lohnt sich allemal, durch den Wochenmarkt zu schlendern.
Dazu ein Lied;

Für Hotels werden immer mehr Tomaten und andere Zutaten aus der Region verwendet. Fragen Sie ruhig danach. Umso besser schmeckt es an der Tafel! Letzendes ist es besser für die Natur, den europäischen Süden oder überhaupt Europa aus der Natur und in ihr zu genießen, denn lange Flüge für Tomaten sind ökologischer Unsinn. 

Wir danken Michael Bartholomaeus, Redakteur und Fotograf für seine Anregungen zum Artikel über die Tomate. Diese sind auf einer Pressereise nach Kreta entstanden.

Michael Bartholomaeus
Egon-Eiermann-Allee 15
D-76187 Karlsruhe/Germany

+49 178 835 15 85
europapresseagentur@gmail.com

In Afrika wundervolle Früchte essen

Ein Elefant in Afrika

Es ist die Frucht des Elefantenbaums, die afrikanische Marula-Frucht. Diese wird auch zu einem feinen Sahnelikör verarbeitet. Bekannt ist sie für ihren süßen Geschmack. Elefanten sind auch dafür bekannt, diese Früchte zu lieben!

Auch gern wird der Marula Sahnelikör auf Informationsveranstaltungen zu Afrika gereicht. Doch was wissen wir über afrikanische Früchte? Eine reiche Vielfalt schenkt uns Afrika selbstverständlich. Farben- und Formenreichtum, erleben wir auf solchen Reisen. Afrika bietet in der Tat eine beeindruckende Vielfältigkeit an Früchten. Hier führten wir weitere bekannte afrikanische Früchte auf, die Sie womöglich auch auf Ihren Reisen entdecken möchten und können.

Baobab-Frucht
Der Baobab-Baum, auch als Affenbrotbaum bekannt, ist in vielen Teilen Afrikas beheimatet. Seine Frucht ist reich an Vitamin C, weiteren Antioxidantien und Ballaststoffen. Die Frucht verfügt über einen säuerlichen Geschmack und wird oft zu Pulver oder Saft verarbeitet.

Papaya
Weite Verbreitung finden Papayas in vielen tropischen Regionen Afrikas. Diese köstliche Frucht ist reich an Vitamin C und Carotinoiden. Sie verfügen über eine süße und saftige Textur und werden oft frisch verzehrt oder in Säften und Desserts verwendet.

Mangostane
Obwohl die Mangostane ihren Ursprung in Südostasien hat, wird sie auch in einigen afrikanischen Ländern wie Madagaskar angebaut. Die Frucht weist eine schwarz-lila Schale und ein saftiges, geschmacklich süß-saureres Fruchtfleisch auf.

Granatapfel
Granatäpfel sind in vielen Teilen Afrikas heimisch und werden für ihre antioxidativen Eigenschaften geschätzt. Die Frucht besitzt eine ledrige Schale und saftige, leuchtend rote Kerne. Sie werden oft frisch gegessen oder zu Säften und Salaten verarbeitet.

Dieser Bericht schließt nur einige Beispiele der facettenreichen Vielfalt an afrikanischen Früchten ein. Auf einer Reise können Sie sicherlich noch viele weitere entdecken. Und solche Reisen bieten wir an. Zu zahlreichen afrikanischen Ländern haben wir Webseiten.

Lemon Soda von Crodo


Alles begann in Crodo, einem Dorf im Piemont und an den Ausläufern der Alpen. Inmitten von Weinbergen, Felsschluchten und historischen Burgen entspringen die natürlichen Quellen von Crodo. Deutsche Kreuzritter entdeckten die Quellen und löschten damit ihren Durst. Schon bald merkten sie, wie ausgezeichnet sie sich dadurch erholten. Natürlich brachten sie diese Erfahrung in Umlauf; an manchen europäischen Königshöfen wurde die Nachricht über das Crodo entgegengenommen und das Wunderwasser bald von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen. 

Erst 1835 wurden die Quellen analysiert und als exzellentes Trinkwasser eingeschätzt. Nur Hotelgäste konnten das berühmte Mineralwasser ursprünglich genießen. Doch 1931 wurde das italienische Unternehmen Terme di Crodo gegründet und brachte 1940 LemonSoda auf den Markt.

Dank seines einzigartig-natürlichen Geschmacks verführte LemonSoda italienische Verbraucher und wurde oft zu Aperitifs verwendet. LemonSoda erlangte gar Kultstatus. Es gilt auch heute noch als italienische Limonade Nummer eins. 

Terme di Crodo war bis vor kurzem noch im Besitz von Campari, 2018 jedoch übernahm der dänische Konzern Royal Unibrew das Unternehmen. Es bestehen die Geschmacksrichtungen Zitrone, Orange und Mojito. Ausschließlich italienische Qualitätszutaten wie von Zitronen, Limonen, Orangen, Fruchtmark und Säfte aus sizilianischen Obstgärten verwendet Terme di Crodo.

Bei einer Aktion habe ich mich mit LemonSoda eingedeckt;

Hersteller antworten selten auf meine Anliegen; um meinen Text zumindest optimieren zu können, bin ich allerdings auf ihre Rückmeldungen angewiesen. In einem persönlichen Gespräch meinte ein Mitarbeiter von Campari einmal; «wir möchten nur noch hochwertige Getränke anbieten und keine Limonaden mehr.» Ich und viele andere Verbraucher erachten LemonSoda aber als hochwertiges Getränk. Einen Grund für seine persönliche Meinung konnte ich deshalb weder finden noch nachvollziehen.

Soll ich mich als Idiot fühlen, wenn ich dennoch weiterhin meinen «Reisejournalismus» betreibe? Ich denke «sicher nein», denn ich kann so meine Gedanken niederschreiben und sortieren.

«Limonade», ein Thema neben «Fruchtsäfte» möchte ich auf Obstreisen gewichten. Ferner verweise ich meine Leser gern auf jene Webseite, worauf ich zu Mineralwasser schreibe:

LemonSoda wirbt mit “so schmeckt Italien”. Fürwahr ein wunderbares Reiseland ist Italien! Gönnen Sie sich doch einfach bei Lust & Laune die Zeit, es zu entdecken! Gern stellen wir Ihnen auf unseren Themenseiten weitere Erzeugnisse vor.

Allerdings habe ich auch ein Lied zur Zitrone schreiben können;

Stelle ich daraus ein Flirtpaket zusammen? Mit der «Flirtuhr,» auch ein Lied von mir konnte ich zwar keinen Erfolg verbuchen. Vielleicht geht`s einfacher mit Zitronen; sauer macht lustig. Ich könnte mir eine Tasche aus China besorgen, jene mit dem Zitronenmotiv, neben Zitronen und einem LemonSoda beide Lieder in die Tasche hineinstecken und mich damit zu neuen Ufern aufmachen.

Taschen mit Zitronenmotiv

Wobei die Tasche bestimmt auch noch genügend Platz für ein Limoncella (Zitronenlikör) bieten kann; auch darin sind die Italiener Meister, im Brennen feiner Liköre. In welchem Sinne ich gern auf die Webseite zu unseren Liköreisen verweise.

Webseite zu Likörreisen

Als schöne Idee könnte sich doch das erweisen, und Musik schafft Begegnung! Also, das Lied gemeinsam singen und etwas LemonSoda verschenken!

Vom Fass – Streuobst wirkungsvoll vermarkten

Firmengebäude vom Fass mit Verkauf und Produktion

Seit Jahrhunderten prägen Streuobstwiesen am Bodensee und im Westallgäu das Landschaftsbild. Woher kommt der Name? Wahrscheinlich, weil die Obstwiesen über die Landschaft verstreut sind. Hochstämmige und großkörnige Obstbäume, diese deckten meistens den Bedarf der Bauernfamilien. 

Angebaut werden robuste, lokal bewährte Apfel-, Birnen-, Kirschen-, Nuss- und Zwetschgensorten, die wenig anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen sind. Aufgrund der geringen Mengen jedoch, die geerntet werden können, ist die Pflege der Bäume nicht rentabel.  

Das frisch geerntete Obst kann verspeist oder oft zu Most oder Obstbränden verarbeitet werden. Die Streuobstwiesen sind ideal für Tiere, denn sie bieten etwas Schatten. Die malerischen Streuobstwiesen gehören zur Kulturlandschaft und sollten daher erhalten bleiben.

Vermarktung durch «vom Fass»

Genau das denken auch die Macher vom “vom Fass”. Das Konzept beruht darauf, dass jeder Kunde sich so viel aus dem Fass abfüllt, wie er braucht. Vorher kann er degustieren. Die Auswahl ist groß, und besonders beliebt sind Essigspezialitäten. 

Das Unternehmen setzt sich für nachhaltige Konzepte ein und verwendet reichlich Streuobst, auch für niedrigere Chargen. Vom Fass ist dank dessen Franchise-Konzept an vielen Orten vertreten. Im Rahmen einer Pressereise besuchte ich das Unternehmen. Es liegt in der Nähe vom Bodensee, inmitten eines großen Obstbaugebiets mit mildem Klima. Ich habe demnächst vor eine Filiale des Vom Fass zu besuchen.

Vom Fass
Am Langholz 17
D-88289 Waldburg-Hannober

+49 7529 9745 74
event@vomfass.de
vomfass.de

Aus Äpfeln das Beste machen

«Aus Äpfeln das Beste!» Dies besagt der Leitspruch der Mosterei Möhl in Arbon. Das Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum in Arbon errichteten ihre Eigentümer überdies. Die Ausstellung wirkt imposant und weckt unsere Neugier. Im «besten Licht» sind die Geräte präsentiert. «Dekorativ und beeindruckend», so wirkt die Ausstellung.

Ein Film führt in die Geschichte des Apfelsafts ein und zeigt die Wichtigkeit der Bienen für die Bestäubung auf. Er ist eine Widmung an die Natur und für verträgliche Landwirtschaft.

Die Ausstellung befindet sich auf zwei Stockwerken, dazu gibt es eben den Kinoraum und einen Rundblick in den Fasskeller. Die vielen Äpfel kommen übrigens von 800 Obstbauern aus der Umgebung.

Besonders gefallen hat mir der Obstgarten, welcher als Wildbienenparadies mit zahllosen, verschiedenen Pflanzen und Nistplätzen aufgebaut wurde. Kinder können hier auf dem Spielplatz mitsamt Apfelrutsche herumtollen, während die Erwachsenen das gastronomische Angebot genießen.

Dem Museum ist ein Restaurant mit weitläufiger Bar und Spezialitäten angeschlossen, wie eine Apfelpizza mit Gorgonzola oder mit Äpfeln einbezogenen Backwaren. Das MoMö besuchen gerne Familien und ist mit dem öffentlichen Verkehr vom Bahnhof Arbon gut zu erreichen.

MoMö
St. Gallerstr. 209
CH-9320 Arbon

+41 71 447 10 00
momoe@moehl.ch
momoe.ch

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag 9:00-18:00 Uhr, Samstag 9:00-17:00 Uhr

Informationen zu Führungen, Degustationen und Workshops auf der Webseite

Alte Apfelsorten auf der Olma

Die Olma, ursprünglich Ostschweizer Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung ist heute die Schweizerische Messe für Land- und Milchwirtschaft in St. Gallen. Mitsamt ihrem kinderfreundlichen Programm gestaltet sie sich sehr lebendig und bringt den Menschen die Landwirtschaft näher.

In der Halle zur Ernährung unterhielt ich mich lange mit einem Obstbauern aus Goldach. Er lässt alte Sorten wieder aufleben und arbeitet mit dem Bayrischen Obstzentrum in Halbergmoos zusammen. Die Sortenvielfalt ist sein Thema.

Auf meinem Besuch im Agrarmuseum Burgrain wurde dieses Anliegen ebenfalls thematisiert. Denn nur noch wenige Obstsorten schaffen es in den Handel.

Mein Besuch auf der Olma war für mich eine Anregung, um mehr Reisen in die Bodenseeregion zu entwickeln. Denn dort findet sich ein reiches Obstvorkommen. In den Hallen der Olma sprachen wir ferner über Reiseideen rund um das Obst und Gemüse.

Von Freiwilligen, die bei der Ernte helfen, ist der Obstbauer aus Goldau, mein Gesprächspartner wenig überzeugt. Dafür bräuchte es Profis mit beträchtlichem Knowhow und Geschick. Auch bezüglich Arbeitsschutz wäre so etwas zu schwierig. Jedoch lediglich ein bisschen zu pflücken, um ein Apfelmus hinzubekommen, das würde den Menschen bestimmt gefallen. Übereinstimmung bestand hingegen in der Absicht dem Konsumenten mehr über Äpfel zu berichten.

Frisches Obst aus der Schweiz

Obst sind Früchte von Bäumen und Sträuchern. Im Alltag besteht die Abgrenzung zu Nüssen nur unscharf, wie etwa von Erdbeeren oder manchen Gemüsesorten.

In der Schweiz wachsen folgende Obstarten.

  • Äpfel
  • Birnen
  • Kirschen
  • Kiwis
  • Zwetschgen
  • Aprikosen
  • Pfirsich
  • Beeren
  • Trauben

Nur von Äpfeln, Birnen, Aprikosen und Kirschen genügt die Produktion Großteils für den inländischen Verbrauch, und davon diesem Teil wird exportiert. Beträchtlich viel anderes Obst muss importiert werden. Manches davon wächst nicht einmal in der Schweiz, wie beispielsweise;

  • Bananen
  • Orangen
  • Mandarinen
  • Zitronen
  • Grapfruit
  • Ananas
  • Mango

Obst wird zu Säften und Marmelade verarbeitet, oder Joghurt und andere Milchprodukte werden mit Obst angereichert. Obst gehört zu einer gesunden Ernährung und ist das ganze Jahr hindurch erhältlich.

Vom landwirtschaftlichen Informationsdienst kann ein Poster mit Arbeitsblättern bezogen werden, die in der Reihe «so produzieren die Schweizer Bauern» erschienen sind.

LID Landwirtschaftlicher Informationsdienst
Weststr. 10
CH-3006 Bern

+41 31 359 59 77
info@lid.ch
lid.ch

Was kann der Baum gegen Schädlinge tun?

Humorvoll unterhielt ich mich mit einer Nachbarin und ihren Zwetschgenbaum. Der wirft zu wenig Früchte ab, sogar mit viel zu vielen Würmern, und die paar Zwetschgen isst sie selbst. Gegen Würmer will sie nicht spritzen, sie ist ja keine Obstbäuerin, sondern erfreut sich erst einmal am Baum.

Spaßeshalber bemerkte ich, sie könnte ja ihren Baum bitten das Ungeziefer rauszuschmeißen, denn die hätten keinen Mietvertrag.
Da sind wir jetzt bei der Frage: «Wie könnte sich der Baum selber helfen? Wie sehen die Kreisläufe in der Natur so aus, woraus angestoßen werden könnte, Würmer weitgehendst von Obst abzubringen?»

Einem Obstbauern obliegt alles zu tun, um die Ernte zu sichern, und schon greift er zu Pestiziden. Welche Folgen Pestizide nach sich tragen, wissen wir; eben, wissen wir es nicht. Hierfür sind freilich langfristig eher biologische Lösungen besser. Dazu sollten wir unseren Überlegungen nachgehen und das daraus entstandene Wissen verbreiten. «Was kann der Baum gegen Schädlinge tun?» Sicherlich finden sich gute Tipps, damit viel weniger Früchte wurmstichig werden.

Obstbauern, beteiligt Euch an Schnapsreisen

Aus Obst lassen sich hervorragende Schnäpse brennen. Die Idee unsere Schnapsreisen in der Schweiz zu verwirklichen gelingt uns nun etappenweise . *Innotour ist dieses Projekt angedacht. Dafür benötigt es eine möglichst breit aufgebaute Trägerschaft. Neben den Schnapsbrennereien gehören dazu jene Bauern, welche Obst liefern, genauso aber auch die Gastronomen, die den Schnaps servieren.

Schließlich dürften so Reisende den Schnaps auf mehrtägigen Ausflügen erleben und reichlich viel zu dessen Geschichte erfahren. Manche Obstbauern stellen in kleinerem Umfang Schnäpse her. Damit sind diese besonders interessant, bilden sie doch die Produktion noch tiefer ab. Zudem besuchen unsere reisenden Gäste Orte, die anfangs unbekannt für sie sind. Sobald diese aber besucht werden, und die Obstbauern die Geschichten zu ihrem Schnaps erzählen, welcher gekostet wird, ist das Ferienerlebnis perfekt.

Wie sich die Schnapsreisen entwickeln wird sich zeigen. Innovativ macht sich die Idee unter dem Gesichtspunkt diese Reisen transparent zu durchwandern und jedem die Möglichkeit zu bieten, sich daran zu beteiligen.

Link zum Projekt Schnapsreisen

  • Mit Innotour sollen herausragende lokale oder regionale Vorhaben im Schweizer Tourismus gefördert werden mit dem Ziel, touristische Innovationen möglichst vielen Akteuren im Schweizer Tourismus bekannt zu machen und deren rasche Verbreitung zu fördern.